Mayonnaise selber machen mit dem Stabmixer - so gelingt sie

1. Juli 2026

Cremige Mayonnaise in einer Schüssel, garniert mit Petersilie. Eier und ein Schneebesen deuten auf ein hausgemachtes mayonnaise rezept hin.

Inhaltsverzeichnis

Eine selbst gemachte Mayonnaise braucht nur wenige Zutaten, schmeckt aber deutlich frischer als viele Fertigprodukte. Ich zeige dir ein zuverlässiges Grundrezept mit Stabmixer, erkläre die Emulsion dahinter und gehe auf typische Fehler, Varianten, Aufbewahrung und passende Gerichte ein.

Mit wenigen Handgriffen wird Mayonnaise cremig und aromatisch

  • Grundmenge für etwa 250 ml Mayonnaise
  • 200 ml neutrales Öl sorgen für eine milde Basis
  • Raumtemperierte Zutaten verbessern die Verbindung von Eigelb und Öl
  • Stabmixer liefert besonders schnell ein stabiles Ergebnis
  • Rohe Ei-Mayonnaise gekühlt lagern und möglichst am selben Tag verzehren

Ein Stabmixer mixt Öl und Eigelb in einem Glas. So einfach gelingt das Mayonnaise Rezept.

Das klassische Mayonnaise-Rezept mit sicheren Mengen

Für eine Schüssel mit ungefähr 250 ml Mayonnaise nehme ich ein frisches Eigelb, 200 ml neutrales Pflanzenöl, einen Teelöffel mittelscharfen Senf, ein bis zwei Teelöffel Zitronensaft oder hellen Essig sowie Salz und etwas Pfeffer. Rapsöl oder Sonnenblumenöl sind ideal, weil sie den Geschmack nicht überdecken.

Zutat Menge Hinweis
Eigelb 1 möglichst frisch und zimmerwarm
Neutrales Öl 200 ml Raps- oder Sonnenblumenöl
Senf 1 TL unterstützt Geschmack und Emulsion
Zitronensaft oder Essig 1-2 TL für Frische und ausgewogene Säure
Salz 1 kräftige Prise später vorsichtig nachwürzen

Die Zutaten sollten ungefähr die gleiche Temperatur haben. Ich stelle Ei und Senf deshalb etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank. Eiskaltes Eigelb und warmes Öl sind kein automatischer Fehlschlag, machen die Verbindung aber unnötig instabil.

Die richtige Technik entscheidet über die Cremigkeit

Mayonnaise ist eine Emulsion. Dabei werden winzige Öltröpfchen gleichmäßig in einer wässrigen Phase verteilt. Das Eigelb liefert mit seinem Lecithin den natürlichen Emulgator, während Senf und Säure Geschmack geben und die Masse zusätzlich stabilisieren.

Am einfachsten gelingt die Sauce in einem hohen, schmalen Mixbecher. Gib Eigelb, Senf, Säure und Salz hinein, gieße das Öl vollständig darauf und setze den Stabmixer direkt auf den Boden. Erst wenn sich unten eine helle, dicke Schicht bildet, ziehst du das Gerät langsam nach oben.

Der häufigste Fehler ist nicht das Rezept, sondern zu hektisches Mixen. Wird das Öl beim Schneebesen nach und nach eingearbeitet, sollte es zunächst wirklich tropfenweise dazukommen. Beim Stabmixer funktioniert die geschichtete Methode besser, weil sich die Emulsion am Boden kontrolliert aufbaut.

Mayonnaise Schritt für Schritt zubereiten

  1. Eigelb, Senf, Zitronensaft oder Essig und Salz in einen hohen Mixbecher geben.
  2. Das Öl vorsichtig darübergießen, ohne die Schichten zu vermischen.
  3. Den Stabmixer senkrecht auf den Boden stellen und zunächst etwa 10 bis 15 Sekunden dort halten.
  4. Sobald die Masse unten sichtbar weiß und dick wird, den Mixer langsam nach oben ziehen.
  5. Die fertige Mayonnaise mit Pfeffer und zusätzlicher Säure abschmecken.

Die Konsistenz lässt sich am Ende leicht korrigieren. Ist die Sauce zu fest, rühre ich ein bis zwei Teelöffel Wasser ein. Wirkt sie zu dünn, hilft meist ein kurzer weiterer Mixvorgang oder ein kleiner Schluck Öl, der langsam eingearbeitet wird.

Beim Abschmecken darf die Mayonnaise ruhig etwas kräftiger wirken, als sie später auf dem Teller schmecken soll. Zu Pommes, Kartoffelsalat oder Sandwiches verteilt sich die Würze über weitere Zutaten und wirkt dadurch milder.

Was tun, wenn die Emulsion gerinnt

Eine geronnene Mayonnaise ist meistens noch zu retten. In einer sauberen Schüssel verrühre ich ein frisches Eigelb mit einem Teelöffel Wasser und gebe die misslungene Sauce sehr langsam dazu. Dabei ständig mit dem Schneebesen arbeiten, bis wieder eine glatte, dicke Masse entsteht.

Auch ein Teelöffel Senf kann als neue Startbasis helfen. Wichtig ist, nicht die gesamte geronnene Mischung auf einmal hineinzuschütten. Sonst bekommt das Eigelb keine Gelegenheit, das zusätzliche Öl erneut zu binden.

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Typische Ursachen für eine dünne Sauce

  • Das Öl wurde zu schnell eingearbeitet.
  • Der Mixfuß wurde zu früh nach oben gezogen.
  • Die Zutaten hatten stark unterschiedliche Temperaturen.
  • Der Mixbecher war zu breit oder die Menge zu klein.
  • Es wurde zu viel Flüssigkeit auf einmal hinzugefügt.

Meine Erfahrung ist, dass ein passender Becher mehr ausmacht, als viele vermuten. Bei kleinen Mengen verliert sich der Mixer in einer breiten Schüssel schnell, während ein enger Behälter die Zutaten direkt an den Messern zusammenführt.

Varianten für Dips und kalte Saucen

Das Grundrezept ist eine hervorragende Basis, muss aber nicht immer klassisch bleiben. Für eine frische Kräutermayonnaise rühre ich fein gehackte Petersilie, Schnittlauch oder Estragon erst nach dem Mixen unter. So bleiben Farbe und Struktur besser erhalten.

Variante Ergänzung Passt besonders gut zu
Knoblauchmayonnaise 1 kleine zerdrückte Knoblauchzehe Ofenkartoffeln, Fisch, Gemüse
Remoulade Gewürzgurke, Kapern, Kräuter Schnitzel, Fisch, Kartoffeln
Aioli-Style mehr Knoblauch und etwas Olivenöl Brot, Grillgemüse, Meeresfrüchte
Chili-Mayonnaise Chilisauce oder Chiliflocken Burger, Pommes, Wraps

Olivenöl verwende ich nur teilweise, etwa 50 ml auf 150 ml neutrales Öl. Reines Olivenöl kann durch das kräftige Mixen bitter werden. Für eine eifreie Version eignet sich ungesüßte Sojamilch, weil ihre Proteine ebenfalls eine stabile Emulsion bilden können. Geschmack und Festigkeit unterscheiden sich allerdings etwas vom klassischen Ergebnis.

Haltbarkeit und hygienischer Umgang

Mayonnaise mit rohem Ei gehört sofort in den Kühlschrank und sollte in einem sauberen, verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden. Ich plane sie grundsätzlich als frische Sauce für denselben Tag; spätestens am nächsten Tag sollte sie verbraucht sein, besonders wenn sie längere Zeit außerhalb des Kühlschranks stand.

Für Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem ist eine Variante mit pasteurisiertem Ei die vorsichtigere Wahl. Die Säure verbessert zwar den Geschmack und kann das Wachstum mancher Keime hemmen, sie macht eine rohe Ei-Mayonnaise aber nicht automatisch risikofrei.

Bei einem Buffet sollte die Schüssel nicht stundenlang in der Sonne stehen. Besser ist es, nur kleine Portionen bereitzustellen und den Rest bei höchstens 7 °C gekühlt zu lassen. Sobald Geruch, Farbe oder Oberfläche auffällig wirken, gehört die Sauce entsorgt.

So setze ich die Mayonnaise in der Küche ein

Selbst gemachte Mayonnaise schmeckt nicht nur zu Pommes. Mit etwas Joghurt wird sie leichter und eignet sich als Dip für Rohkost, mit Gurkenwasser bekommt sie mehr Frische und mit geräuchertem Paprikapulver eine würzige Note für Burger oder Grillgemüse.

  • Für Kartoffelsalat mit Brühe und Gewürzgurken verdünnen.
  • Als Brotaufstrich mit Zitronenschale und Kräutern verfeinern.
  • Für Fisch mit Dill, Kapern und etwas Meerrettich kombinieren.
  • Als Burger-Sauce mit Ketchup, Gurkenrelish und Paprika mischen.

Ich gebe die Sauce lieber erst kurz vor dem Servieren an Salate. Kartoffeln und Nudeln nehmen viel Flüssigkeit auf, deshalb wirkt der Salat nach einigen Stunden oft trockener als direkt nach dem Anrühren. Ein kleiner Löffel Wasser oder Gurkenlake bringt die cremige Konsistenz zurück.

Der kleine Unterschied, der zuverlässig gute Mayo ergibt

Wenn du nur drei Dinge beachtest, wird das Ergebnis deutlich stabiler. Verwende ein neutrales Öl, arbeite mit möglichst gleich temperierten Zutaten und beginne im engen Becher am Boden, ohne den Mixer sofort zu bewegen.

Die fertige Mayonnaise sollte glatt, dick und leicht glänzend sein. Säure und Salz kannst du nachträglich anpassen, doch eine geronnene Emulsion lässt sich nur mit Geduld korrigieren. Genau deshalb lohnt sich bei diesem einfachen Rezept ein ruhiger Start mehr als zusätzliches Öl oder unnötige Zutaten.

Häufig gestellte Fragen

Für etwa 250 ml Mayonnaise brauchst du ein frisches, zimmerwarmes Eigelb, 200 ml neutrales Öl, 1 TL Senf, 1 bis 2 TL Zitronensaft oder hellen Essig sowie Salz und Pfeffer. Rapsöl oder Sonnenblumenöl eignen sich besonders gut, weil sie den Geschmack nicht überdecken.

Gib Eigelb, Senf, Säure und Salz in einen hohen, schmalen Mixbecher und gieße das Öl vorsichtig darüber. Halte den Stabmixer zunächst 10 bis 15 Sekunden senkrecht am Boden, bis dort eine helle, dicke Schicht entsteht, und ziehe ihn anschließend langsam nach oben.

Für geronnene Mayonnaise verrührst du ein frisches Eigelb mit 1 TL Wasser und arbeitest die misslungene Sauce sehr langsam mit dem Schneebesen ein. Alternativ kann 1 TL Senf als neue Startbasis dienen. Eine zu feste Sauce lässt sich mit 1 bis 2 TL Wasser verdünnen, eine zu dünne mit einem kurzen weiteren Mixvorgang oder etwas langsam eingearbeitetem Öl korrigieren.

Rohe Ei-Mayonnaise sollte sofort gekühlt, sauber verschlossen und möglichst am selben Tag verzehrt werden, spätestens am nächsten Tag. Für Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen und immungeschwächte Personen ist pasteurisiertes Ei die vorsichtigere Wahl. Bei auffälligem Geruch, veränderter Farbe oder ungewöhnlicher Oberfläche sollte die Sauce entsorgt werden.

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Bianca Hohmann

Bianca Hohmann

Ich bin Bianca Hohmann und seit 15 Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der modernen Küche. Meine Reise in diese Welt begann aus einer tiefen Neugier heraus, wie wir durch clevere Organisation und das Verständnis von Kochtechniken nicht nur köstlichere, sondern auch erfüllendere Mahlzeiten zubereiten können. Auf cookandlook.de teile ich mein Wissen darüber, wie Genuss, Technik und Organisation Hand in Hand gehen. Dabei lege ich Wert darauf, komplexe Themen verständlich aufzubereiten und Ihnen praktische Tipps an die Hand zu geben, die Sie sofort umsetzen können. Mein Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, Ihre Küche neu zu entdecken und mit Freude und Effizienz zu kochen.

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