Ein Salat aus süßer Melone und knackiger Gurke klingt zunächst schlicht, bekommt durch Ingwer, Chili, Thai-Basilikum und Limettensaft aber erstaunlich viel Tiefe. Der Melonen-Gurken-Salat aus der Sendung „Kochen mit Martina und Moritz“ eignet sich als leichte Grillbeilage, Vorspeise oder frisches Sommeressen. Hier findest du die passenden Mengen für sechs Personen, die genaue Zubereitung sowie praktische Tipps zu Melone, Schärfe, Vorbereitung und Aufbewahrung.
So bleibt der Melonen-Gurken-Salat frisch, aromatisch und knackig
- Für 6 Personen brauchst du eine große Cavaillon-Melone oder zwei kleinere Früchte und eine Salatgurke.
- Ingwer, Knoblauch, Chili und Thai-Basilikum geben dem milden Salat seinen asiatisch inspirierten Charakter.
- Gurkenkerne und Melonenkerne entfernen, damit die Mischung nicht unnötig wässrig wird.
- Die Marinade nur kurz mixen, denn kleine Stückchen sorgen für mehr Biss und Aroma.
- Am besten schmeckt der Salat direkt nach dem Anrichten, spätestens aber innerhalb weniger Stunden.

Was den Salat von Martina und Moritz so besonders macht
Die Kombination funktioniert, weil sie mehrere Gegensätze zusammenbringt. Reife Melone liefert Süße, die Gurke sorgt für Frische und Biss, während Limetten- oder Zitronensaft die Aromen bündelt. Ingwer, Knoblauch und Chili verhindern, dass der Salat eindimensional süß schmeckt.
Das WDR-Rezept verwendet eine duftende Cavaillon-Melone mit orangefarbenem Fruchtfleisch. Dazu kommen Fischsauce und ein wenig Sesamöl. Beides wird nicht in großen Mengen eingesetzt, reicht aber aus, um einen herzhaften, leicht asiatischen Grundton zu schaffen.
Ich mag diesen Salat besonders als Gegenspieler zu kräftigem Grillgut. Neben mariniertem Schweinefleisch, Hähnchen oder gegrilltem Fisch wirkt er nicht wie eine weitere schwere Beilage, sondern bringt genau die nötige Leichtigkeit auf den Teller.
Die Zutaten für sechs Personen
Die Mengen sind auf eine große Schüssel als Beilage ausgelegt. Für ein kleines Buffet kannst du das Rezept halbieren. Bei einer sehr großen Melone solltest du die Menge der Marinade erst nach und nach zugeben, weil Früchte unterschiedlich süß und saftig sein können.
| Zutat | Menge | Hinweis |
|---|---|---|
| Cavaillon-Melone | 1 große oder 2 kleine | reif, duftend und fest |
| Salatgurke | 1 Stück | möglichst knackig |
| Ingwer | 1 EL | fein gewürfelt |
| Knoblauch | 1 EL | fein gewürfelt |
| Rote oder grüne Chili | 1 bis 2 Stück | entkernt milder |
| Thai-Basilikum | 1 Handvoll | alternativ normales Basilikum |
| Rote Paprika | ½ Stück | sehr fein gewürfelt |
| Fischsauce | 1 EL | für die herzhafte Würze |
| Sesamöl | 1 TL | sparsam dosieren |
| Zitronen- oder Limettensaft | 3 EL | frisch gepresst |
| Salz, Pfeffer und Koriandergrün | nach Geschmack | zum Abschmecken und Garnieren |
Bei der Fischsauce lohnt sich Zurückhaltung. Sie schmeckt pur oft sehr intensiv, verteilt sich im fertigen Salat aber deutlich milder. Wer sie nicht verwenden möchte, nimmt 1 bis 2 TL helle Sojasauce oder würzt einfach mit etwas mehr Salz und einem Spritzer zusätzlichem Limettensaft.
So gelingt die Zubereitung ohne wässrigen Salat
Melone und Gurke vorbereiten
- Die Melone vierteln und die Kerne mit einem Löffel herauslösen. Das Fruchtfleisch in große, mundgerechte Würfel schneiden.
- Die Gurke so schälen, dass schmale Streifen der dunkelgrünen Schale stehen bleiben. Dadurch sieht sie appetitlicher aus und behält etwas mehr Biss.
- Die Gurke längs halbieren und die weichen Kerne mit einem Teelöffel entfernen. Danach in Stücke schneiden, die ungefähr so groß wie die Melonenwürfel sind.
- Die Paprika sehr fein würfeln. Sie soll Farbe und einen leichten Gemüsegeschmack beisteuern, aber nicht die Melone überdecken.
Das Entfernen der Gurkenkerne ist kein überflüssiger Arbeitsschritt. Gerade bei großen Salatgurken sitzt dort viel Wasser. Ohne diesen Schritt wird die Marinade schneller verdünnt und die Melone verliert ihren klaren Geschmack.
Die aromatische Marinade mixen
Ingwer, Knoblauch und entkernte Chili grob hacken und mit Thai-Basilikum, Fischsauce, Sesamöl sowie Zitronen- oder Limettensaft in einen Mixbecher geben. Alles nur kurz pulsieren, bis sich die Zutaten verbinden und noch kleine Stückchen sichtbar bleiben.
Ein glattes Püree wäre hier aus meiner Sicht ein Fehler. Die kleinen Ingwer- und Chilistückchen setzen beim Essen kurze, frische Akzente. Genau das macht den Salat lebendig, ohne dass die Marinade schwer oder cremig wird.
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Erst kurz vor dem Servieren mischen
Melone, Gurke und Paprika in eine große Schüssel geben und die Marinade vorsichtig unterheben. Nach dem Abschmecken den Salat auf Salatblättern anrichten und mit frischem Koriandergrün bestreuen.
Salz solltest du erst am Ende prüfen. Fischsauce bringt bereits viel Würze mit, und auch die Melone kann je nach Reife unterschiedlich süß schmecken. Ein zusätzlicher Spritzer Limette korrigiert den Geschmack meist besser als eine größere Menge Salz.
Welche Melone passt und wie lässt sich der Geschmack verändern
Entscheidend ist weniger die genaue Sortenbezeichnung als der Reifegrad. Die Melone sollte deutlich duften, auf leichten Druck am Blütenende etwas nachgeben und trotzdem nicht weich oder matschig sein. Eine unreife Frucht bleibt hart und schmeckt flach, eine überreife zerfällt beim Mischen.
| Variante | Geschmack | Meine Empfehlung |
|---|---|---|
| Cavaillon- oder Charentais-Melone | aromatisch, orangefarben, süß | am nächsten am Original |
| Honigmelone | milder und etwas fester | gut, wenn die Marinade kräftiger sein darf |
| Wassermelone | sehr saftig und neutraler | Gurkenkerne besonders gründlich entfernen |
| Galia-Melone | duftig, süß und weich | vorsichtig mischen, damit sie nicht zerfällt |
Für eine mildere Version lasse ich die Chili komplett weg und erhöhe den Anteil an Basilikum. Mehr Schärfe entsteht durch kleine Thai-Chilis, während eine Prise Chiliflocken die Wärme gleichmäßiger verteilt. Feta oder geröstete Erdnüsse sind mögliche Ergänzungen, verändern aber den leichten Charakter des ursprünglichen Salats deutlich.
Wer vegetarisch oder vegan kocht, ersetzt die Fischsauce durch helle Sojasauce oder etwas Tamari. Für mehr Tiefe kann zusätzlich ein halber Teelöffel gerösteter Sesam in die Schüssel. Das ist kein Bestandteil der klassischen Fassung, passt geschmacklich aber sehr gut zu Gurke, Melone und Sesamöl.
So servierst du den Salat bei Grillfest und Sommeressen
Der Salat passt besonders gut zu Gerichten mit Röstaromen. Gegrilltes Hähnchen, Fisch, Garnelenspieße und würziges Schweinefleisch profitieren von seiner kühlen, fruchtigen Art. Auch zu Reisnudeln oder knusprigem Fladenbrot funktioniert er als leichtes Mittagessen.
- Als Grillbeilage: pro Person etwa 180 bis 220 g einplanen, wenn es weitere Salate gibt.
- Als Vorspeise: kleinere Portionen auf Salatblättern anrichten und mit Koriander garnieren.
- Als leichtes Hauptgericht: geröstete Cashews, Feta oder gebratene Garnelen ergänzen.
- Für Kinder: Chili weglassen und die Fischsauce sehr sparsam dosieren.
Vorbereiten lässt sich der Salat nur eingeschränkt. Melone, Gurke und Paprika kannst du einige Stunden vorher schneiden und gut gekühlt getrennt aufbewahren. Die Marinade kommt idealerweise erst 15 bis 30 Minuten vor dem Essen dazu, sonst verliert die Gurke ihren Biss.
Reste halten sich abgedeckt im Kühlschrank ungefähr bis zum nächsten Tag. Sie schmecken dann noch aromatisch, sind aber deutlich weicher und wässriger. Für Gäste würde ich deshalb lieber nur die benötigte Menge anmachen und den Rest separat lagern.
Der kleine Küchencheck für knackige Würfel und klare Aromen
Wenn ich diesen Salat zubereite, prüfe ich vor dem Mischen drei Dinge. Die Melone muss intensiv duften, die Gurke darf keine weiche Kernmitte mehr haben und die Marinade sollte zuerst leicht zu sauer wirken. Auf den Früchten verteilt, wird die Säure deutlich runder.
Die wichtigste Entscheidung ist dabei nicht die Dekoration, sondern der Zeitpunkt des Würzens. Spät mischen, vorsichtig salzen und nur kurz unterheben bringt mehr als jede zusätzliche Zutat. So bleibt der fruchtige Gurken-Melonen-Salat frisch, farbenfroh und nah an dem unkomplizierten Sommergedanken der Küche von Martina und Moritz.