Remoulade selber machen - klassisches Rezept und beste Tipps

29. Mai 2026

Schüssel mit cremiger Remoulade, garniert mit Dill. Eier und Kräuter deuten auf ein authentisches Remoulade Rezept Original hin.

Inhaltsverzeichnis

Eine gute Remoulade soll cremig sein, frisch schmecken und trotzdem genug Würze mitbringen, damit Fisch, Ei oder Roastbeef nicht unter einer schweren Mayonnaise verschwinden. Ich zeige dir ein klassisches Remoulade-Rezept mit Kapern, Cornichons, Senf und Kräutern, erkläre den Unterschied zwischen französischer und deutscher Variante und verrate, worauf es bei Konsistenz und Geschmack wirklich ankommt.

Die wichtigsten Handgriffe für eine ausgewogene Remoulade

  • Basis ist eine gute Mayonnaise mit neutralem Geschmack.
  • Kapern, Cornichons und Senf geben der Sauce ihre typische Würze.
  • Frische Kräuter sollten fein gehackt und erst am Ende untergerührt werden.
  • Für die französische Note passt ein kleines Sardellenfilet besonders gut.
  • Die fertige Sauce sollte mindestens 30 Minuten durchziehen.

Was an der klassischen Remoulade wirklich original ist

Eine einzige, verbindlich festgelegte Originalrezeptur gibt es bei Remoulade nicht. Die Sauce stammt aus der französischen Küche und basiert traditionell auf Mayonnaise, Senf, Kapern, Gewürzgurken und Kräutern. Je nach Rezept kommen Sardellen, Schalotten, Kerbel oder Estragon dazu.

In Deutschland wird Remoulade meist etwas milder und oft mit Petersilie, Schnittlauch oder einem Löffel Joghurt zubereitet. Ich persönlich halte Joghurt für eine gute leichte Variante, aber nicht für die klassische Version. Wer den ursprünglichen Charakter sucht, sollte bei einer cremigen Mayonnaisebasis und kräftigen Würzzutaten bleiben.

Das entscheidende Detail liegt nicht in einer exotischen Zutat, sondern im Verhältnis. Die Einlagen sollen die Mayonnaise beleben, dürfen sie aber nicht vollständig überdecken. Eine Remoulade, die nur nach Gurkenwasser schmeckt, ist zwar würzig, aber nicht ausgewogen.

Ein Selleriestängel taucht in cremige Remoulade. Das Remoulade Rezept Original ist perfekt für Gemüsesticks und Gurken.

Das Grundrezept für 4 bis 6 Portionen

Diese Menge reicht als Dip zu Fisch, Kartoffeln oder Gemüse und ergibt genug Sauce für etwa sechs belegte Brötchen. Ich verwende am liebsten eine Mayonnaise ohne starkes Olivenaroma, weil Rapsöl- oder Sonnenblumenöl-Mayonnaise die Kräuter und Kapern besser zur Geltung bringt.

Zutat Menge
Mayonnaise 200 g
Cornichons oder Gewürzgurken 2 kleine Stück
Kapern 1 EL
Dijon-Senf 1 TL
Sardellenfilet 1 kleines Filet, optional
Schalotte 1 kleine
Petersilie 1 EL fein gehackt
Schnittlauch 1 EL fein geschnitten
Zitronensaft 1 TL
Gurkenwasser 1 bis 2 TL
Salz, schwarzer Pfeffer und Zucker nach Geschmack

Die Zutaten vorbereiten

Cornichons, Kapern, Schalotte und Sardellenfilet werden sehr fein gehackt. Das ist mehr als eine Frage der Optik: kleine Stücke verteilen sich gleichmäßig und sorgen dafür, dass jeder Bissen etwas Säure und Würze bekommt.

Die Kräuter schneide ich erst kurz vor dem Vermischen. Petersilie bringt Frische, Schnittlauch eine milde Zwiebelnote. Wer den französischen Charakter verstärken möchte, ersetzt einen Teil der Petersilie durch einen halben Teelöffel Estragon.

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Die Remoulade anrühren

  1. Mayonnaise und Dijon-Senf in eine Schüssel geben.
  2. Gurken, Kapern, Schalotte und optional Sardelle unterheben.
  3. Kräuter, Zitronensaft und Gurkenwasser einrühren.
  4. Mit Pfeffer, wenig Salz und einer kleinen Prise Zucker abschmecken.
  5. Die Sauce abdecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Salz gebe ich bewusst erst zum Schluss dazu. Kapern, Gurken und Sardellen bringen bereits viel Würze mit, und die Sauce schmeckt nach dem Durchziehen intensiver. Zu frühes Salzen ist einer der häufigsten Gründe für eine überwürzte Remoulade.

So gelingt die Sauce ohne zu kippen

Die Zubereitung ist unkompliziert, trotzdem gibt es ein paar Punkte, die den Unterschied zwischen einer frischen Sauce und einer schweren, wässrigen Mischung ausmachen. Alle Zutaten sollten möglichst ähnlich kalt sein, besonders wenn du die Mayonnaise selbst herstellst.

Für eine hausgemachte Basis verrührst du ein Eigelb mit einem Teelöffel Senf, einem Spritzer Zitronensaft und etwa 150 bis 180 Millilitern neutralem Öl. Das Öl zunächst tropfenweise einarbeiten, später in einem dünnen Strahl. So entsteht eine stabile Emulsion, also eine gleichmäßige Verbindung von Eigelb, Flüssigkeit und Öl.

Wird die Remoulade zu fest, helfen ein paar Tropfen Gurkenwasser oder Zitronensaft. Ist sie zu flüssig, liegt es meist an zu viel Flüssigkeit aus den Gurken. In diesem Fall rühre ich zunächst einen Esslöffel Mayonnaise unter und lasse die Sauce noch einmal kalt stehen.

  • Zu sauer: mit etwas Mayonnaise und einer kleinen Prise Zucker ausgleichen.
  • Zu fett: ein wenig Zitronensaft und fein gehackte Kräuter einarbeiten.
  • Zu mild: Senf oder Kapern sparsam nachlegen.
  • Zu flüssig: Gurken gut abtropfen lassen und keine zusätzliche Lake verwenden.

Bei selbstgemachter Mayonnaise mit rohem Ei achte ich besonders auf Frische und Kühlung. Die Sauce sollte gut abgedeckt im Kühlschrank stehen und am besten am selben Tag, spätestens innerhalb von 24 Stunden, gegessen werden.

Welche Variante zu welchem Gericht passt

Remoulade ist vielseitiger, als ihr Ruf vermuten lässt. Die klassische Version passt besonders gut zu paniertem Fisch und kaltem Braten, während eine mildere Variante mit Joghurt bei Kartoffeln oder Rohkost angenehmer wirkt.

Gericht Passende Variante Warum sie funktioniert
Backfisch oder Fischstäbchen Klassisch mit Kapern und Cornichons Säure und Würze schneiden durch die knusprige Panade.
Fischbrötchen Kräftig mit Senf und Schnittlauch Die Sauce bleibt auch neben Matjes oder Brathering geschmacklich präsent.
Gekochte Eier Mild mit Petersilie und wenig Kapern Die Remoulade ergänzt das Ei, ohne dessen feinen Geschmack zu überdecken.
Roastbeef und kalter Braten Französisch mit Sardelle und Estragon Die würzige Tiefe passt zu kräftigem Fleisch.
Kartoffeln und Gemüse Leichter mit 1 bis 2 EL Naturjoghurt Die Sauce wird frischer und weniger mächtig.

Für ein Fischbrötchen darf die Remoulade etwas kräftiger ausfallen. Zu Kartoffeln reduziere ich dagegen oft die Kapermenge und gebe mehr Schnittlauch dazu. Genau diese kleine Anpassung macht für mich mehr aus als der Versuch, jedes Rezept unverändert zu befolgen.

Der kleine Frischetrick für den nächsten Tag

Nach einer Nacht im Kühlschrank schmeckt Remoulade häufig runder, aber die Kräuter wirken dann weniger lebendig. Vor dem Servieren rühre ich deshalb einen Teelöffel Zitronensaft und etwas frischen Schnittlauch unter. So bekommt die Sauce wieder Spannung, ohne dass sie komplett neu abgeschmeckt werden muss.

Wenn du Remoulade vorbereiten möchtest, bewahre die Sauce in einem sauberen, gut verschlossenen Gefäß auf. Für ein kaltes Buffet stelle ich die Schüssel nicht direkt in die Sonne oder neben warme Speisen, denn die cremige Sauce bleibt nur dann stabil und appetitlich, wenn sie durchgehend kühl bleibt.

Mein Fazit fällt klar aus: Eine überzeugende Remoulade braucht keine lange Zutatenliste. Gute Mayonnaise, fein gehackte Einlagen, frische Kräuter und etwas Geduld beim Durchziehen reichen aus. Wer die Sauce anschließend passend zum Gericht nachschärft, bekommt einen klassischen Dip, der deutlich frischer und ausgewogener schmeckt als viele Fertigprodukte.

Häufig gestellte Fragen

Die Basis ist Mayonnaise, ergänzt durch fein gehackte Kapern, Cornichons, Dijon-Senf, Schalotte und frische Kräuter. Petersilie und Schnittlauch sorgen für Frische; ein kleines Sardellenfilet und Estragon geben der Sauce eine französische Note.

Die fertige Sauce sollte mindestens 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank ziehen. Dadurch verbinden sich die Aromen und die Würze wird intensiver, weshalb Salz erst am Ende sparsam ergänzt werden sollte.

Bei einer zu festen Remoulade helfen wenige Tropfen Gurkenwasser oder Zitronensaft. Ist sie zu flüssig, sollten die Gurken besser abtropfen und keine zusätzliche Lake verwendet werden; außerdem kann ein Esslöffel Mayonnaise untergerührt werden.

Zu Backfisch und Fischstäbchen passt die klassische Version mit Kapern und Cornichons. Zu Roastbeef eignet sich eine kräftige Variante mit Sardelle und Estragon, während eine mit 1 bis 2 Esslöffeln Naturjoghurt verfeinerte Remoulade gut zu Kartoffeln und Gemüse passt.

Remoulade mit selbst gemachter Mayonnaise und rohem Ei sollte gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und am besten am selben Tag, spätestens innerhalb von 24 Stunden, gegessen werden.

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Heidemarie Steffen

Heidemarie Steffen

Mein Name ist Heidemarie Steffen und seit 4 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen moderne Küche, Genuss, Technik und Organisation. Schon immer hat mich die Art und Weise fasziniert, wie wir in der Küche arbeiten, welche Werkzeuge uns dabei unterstützen und wie wir durch clevere Organisation mehr Freude am Kochen und Essen finden können. Auf cookandlook.de teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, um auch Ihnen dabei zu helfen, Ihre Küche zu einem Ort des Genusses und der Effizienz zu machen. Ich lege Wert darauf, komplexe technische Details verständlich zu erklären und aktuelle Trends aufzugreifen, damit Sie stets gut informierte Entscheidungen treffen können. Mein Ziel ist es, Ihnen nützliche und verlässliche Informationen zu liefern, die Sie direkt in Ihrem Kochalltag anwenden können.

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