Chimichurri selber machen - Rezept, Tipps und Varianten

14. Mai 2026

Frisches Chimichurri-Rezept im Mörser, bereit zum Verfeinern von Grillgut. Kräuter, Chili und Gewürze sind fein gehackt.

Inhaltsverzeichnis

Ein gutes Chimichurri bringt gegrilltes Fleisch, Fisch und Gemüse sofort auf ein anderes Niveau. Die argentinische Kräutersauce lebt von frischer Petersilie, Knoblauch, Säure und Öl, doch erst das richtige Verhältnis macht sie lebendig statt scharf, bitter oder fettig. Hier zeige ich mein unkompliziertes Chimichurri-Rezept, erkläre die wichtigsten Handgriffe und gebe Tipps zu Varianten, Haltbarkeit und passenden Gerichten.

Mit diesen Grundregeln gelingt Chimichurri zuverlässig

  • Frische Petersilie bildet die aromatische Basis.
  • Rotweinessig und Öl brauchen ein ausgewogenes Verhältnis.
  • Fein hacken statt pürieren erhält die typische, leicht grobe Struktur.
  • Mindestens 30 Minuten ziehen lassen verbindet die Aromen.
  • Chimichurri passt zu Steak, Gemüse, Fisch, Kartoffeln und Brot.

Saftiges Steak mit frischem Chimichurri, perfekt für Ihr nächstes chimichurri rezept.

Das Grundrezept für aromatisches Chimichurri

Die folgende Menge reicht für etwa 250 bis 300 Milliliter, also für vier bis sechs Personen. Ich halte die Mischung bewusst ausgewogen: Die Sauce soll ein Gericht auffrischen und begleiten, nicht dessen Eigengeschmack überdecken.

Zutaten

  • 1 großer Bund glatte Petersilie
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Chiliflocken, nach gewünschter Schärfe
  • 3 EL Rotweinessig
  • 120 ml mildes Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • ¼ TL schwarzer Pfeffer
  • optional 1 kleine Schalotte

Zubereitung

  1. Petersilie gründlich waschen und sehr gut trocknen. Die Blätter von den groben Stielen zupfen und fein hacken.
  2. Knoblauch und optional Schalotte ebenfalls möglichst fein schneiden. Beim Knoblauch entscheidet die Schnittgröße stark darüber, wie kräftig er später hervortritt.
  3. Petersilie, Knoblauch, Oregano, Chiliflocken, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengen.
  4. Rotweinessig unterrühren und die Mischung etwa 5 Minuten ruhen lassen. So nimmt die Petersilie die Säure gleichmäßiger auf.
  5. Das Olivenöl langsam einarbeiten, bis eine lockere, gut löffelbare Sauce entsteht.
  6. Das Chimichurri abdecken und mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur ziehen lassen. Vor dem Servieren noch einmal abschmecken.

Die Sauce sollte nicht wie ein glattes Pesto aussehen. Eine leicht grobe Konsistenz sorgt dafür, dass Kräuter, Knoblauch und Chili einzeln wahrnehmbar bleiben. Ist sie zu dick, gebe ich teelöffelweise Wasser oder etwas Essig dazu. Bei zu viel Säure hilft ein kleiner Schuss Öl, aber auch eine Prise Zucker kann die Kanten abrunden.

Das richtige Verhältnis von Kräutern, Säure und Öl

Chimichurri ist kein festgeschriebenes Einheitsrezept. In Argentinien und Uruguay gibt es unterschiedliche Mischungen, manche mit frischem Oregano, andere mit mehr Chili, Zwiebel oder Zitronensaft. Entscheidend ist die Balance aus Frische, Säure, Schärfe und Fett.

Zutat Aufgabe Worauf ich achte
Petersilie Frische und grünes Aroma Glatte Petersilie ist kräftiger und lässt sich feiner hacken.
Knoblauch Würze und Tiefe Für eine mildere Sauce zunächst nur zwei Zehen verwenden.
Rotweinessig Säure und Frische Mit zwei Esslöffeln beginnen und nach Bedarf steigern.
Olivenöl Träger für Aromen und geschmeidige Textur Ein mildes Öl lässt Kräuter und Essig besser zur Geltung kommen.
Chili Schärfe und Wärme Getrocknete Flocken lassen sich genauer dosieren als frische Chilischoten.

Ich verwende für diese Sauce meist ein mildes bis mittelkräftiges Olivenöl. Ein sehr bitteres, intensiv pfeffriges Öl kann die Petersilie überdecken. Kaltgepresstes Öl ist nicht automatisch die beste Wahl, wenn sein Eigengeschmack zu dominant ausfällt.

Beim Hacken lohnt sich etwas Geduld. Ein Mixer macht die Zubereitung zwar schneller, zerschlägt die Kräuter aber leicht und kann das Chimichurri stumpf und breiig wirken lassen. Wer eine besonders aromatische, rustikale Version möchte, zerdrückt Knoblauch und Gewürze zunächst im Mörser und hebt die Petersilie erst danach unter.

Welche Variante zu welchem Gericht passt

Die klassische grüne Version ist der beste Ausgangspunkt. Je nach Hauptzutat verändere ich jedoch Säure, Schärfe und Knoblauchmenge, damit die Sauce das Gericht unterstützt und nicht gegen es arbeitet.

Variante Geeignet für Sinnvolle Anpassung
Klassisch grün Rindersteak, Roastbeef, Grillspieße Rotweinessig, Petersilie und kräftiger Knoblauch
Mild und zitronig Fisch, Garnelen, Hähnchen Essig teilweise durch Zitronensaft ersetzen und weniger Knoblauch verwenden
Rotes Chimichurri Ofenkartoffeln, Grillgemüse, Schweinefleisch 1 TL geräuchertes Paprikapulver und etwas mehr Chili ergänzen
Kräuterbetont Bohnen, Linsen, gebackener Kürbis Etwas Koriander, Minze oder frischer Oregano hinzufügen

Für Fisch würde ich keine schwere, sehr knoblauchbetonte Mischung wählen. Ein Teil Zitronensaft und ein kleiner zusätzlicher Anteil Petersilie machen die Sauce heller und feiner. Zu Kartoffeln darf sie dagegen kräftiger sein, weil deren milder Geschmack viel Würze aufnimmt.

Chimichurri ist außerdem mehr als eine Steaksauce. Ich serviere es gern zu gegrillten Zucchini, Mais, Ofenkartoffeln, weißen Bohnen oder geröstetem Sauerteigbrot. Besonders praktisch ist die Sauce, wenn ein einfaches Gemüsegericht schnell mehr Tiefe bekommen soll.

Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung

Zu viel Öl

Wenn das Chimichurri fast vollständig aus Öl besteht, verschwinden Kräuter und Säure im Hintergrund. Das Ergebnis wirkt schwer und braucht meist mehr Salz. Besser ist eine lockere, kräuterreiche Mischung, in der das Öl die Zutaten verbindet, aber nicht alles bedeckt.

Die Kräuter sind nass

Feuchte Petersilie verwässert die Sauce und lässt sie schneller verderben. Nach dem Waschen tupfe ich sie sorgfältig trocken oder schleudere sie in einer Salatschleuder. Dieser kleine Schritt macht bei einem Rezept mit so wenigen Zutaten einen überraschend großen Unterschied.

Die Sauce wird sofort serviert

Direkt nach dem Verrühren schmeckt Knoblauch oft hart und der Essig spitz. Nach 30 bis 60 Minuten Ziehzeit verbinden sich die Aromen deutlich besser. Für eine besonders runde Sauce kann sie auch einige Stunden im Kühlschrank stehen und vor dem Servieren wieder Zimmertemperatur annehmen.

Alles wird püriert

Ein Pürierstab eignet sich nur, wenn eine sehr glatte Marinade gewünscht ist. Für die klassische Beilage ist feines Hacken die bessere Methode. Die Sauce bleibt dadurch strukturierter und sieht auf dem Teller frischer aus.

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Zu früh auf heißes Fleisch geben

Auf einem sehr heißen Steak verliert die Petersilie schnell ihre Farbe. Ich lasse das Fleisch zunächst 5 bis 8 Minuten ruhen und gebe das Chimichurri erst danach darüber oder serviere es separat. So bleibt die Sauce frisch und das Fleisch verteilt seinen Saft besser.

So bewahrst du Chimichurri auf

Frisches Chimichurri hält sich in einem sauberen, gut verschlossenen Glas im Kühlschrank etwa 3 bis 4 Tage. Die Kräuter dunkeln mit der Zeit nach, was kein Zeichen für einen verdorbenen Geschmack sein muss. Entscheidend sind ein sauberer Löffel, durchgehende Kühlung und ein unauffälliger Geruch.

Vor dem Servieren sollte die Sauce etwa 20 Minuten temperieren. Kaltes Öl wirkt fester und die Aromen erscheinen schwächer. Danach einmal umrühren und bei Bedarf mit Essig, Salz oder einem kleinen Schuss Öl nachjustieren.

Zum Marinieren kann Chimichurri ebenfalls verwendet werden, besonders für Rind, Hähnchen oder Gemüse. Für rohes Fleisch nehme ich jedoch eine separate Portion und stelle sie nicht wieder zu bereits servierter Sauce zurück. Das ist hygienischer und verhindert, dass die Beilage unnötig lange warm steht.

Ein kleiner Vorrat macht spontane Grillgerichte besser

Die Grundmischung lässt sich am Vorabend zubereiten, allerdings gebe ich empfindliche frische Kräuter am liebsten erst einige Stunden vor dem Essen dazu. So bleibt das Aroma lebendig und die Farbe ansprechend. Für eine schnelle Alltagsversion hacke ich Petersilie und Knoblauch vor, bewahre beides getrennt auf und rühre die Sauce erst beim Kochen mit Öl und Essig an.

Mein wichtigster Tipp ist schlicht: erst vorsichtig würzen, dann ziehen lassen und zuletzt abschmecken. Säure, Salz und Schärfe wirken nach der Ruhezeit intensiver. Genau dadurch wird aus einer Mischung weniger Zutaten eine vielseitige argentinische Kräutersauce, die auch einfache Gerichte überzeugend aufwertet.

Häufig gestellte Fragen

Für etwa 250 bis 300 Milliliter Chimichurri werden 3 EL Rotweinessig und 120 ml mildes Olivenöl verwendet. Beginne bei Bedarf mit 2 EL Essig und schmecke nach dem Ziehenlassen vorsichtig nach. Ist die Sauce zu sauer, rundet ein kleiner Schuss Öl oder eine Prise Zucker den Geschmack ab.

Feines Hacken erhält die leicht grobe Struktur, sodass Petersilie, Knoblauch und Chili einzeln wahrnehmbar bleiben. Ein Mixer kann die Kräuter zerschlagen und die Sauce stumpf oder breiig machen. Für eine rustikale Variante lassen sich Knoblauch und Gewürze zuerst im Mörser zerdrücken.

In einem sauberen, gut verschlossenen Glas hält sich frisches Chimichurri im Kühlschrank etwa 3 bis 4 Tage. Verwende immer einen sauberen Löffel und achte auf durchgehende Kühlung sowie einen unauffälligen Geruch. Vor dem Servieren sollte die Sauce etwa 20 Minuten temperieren und anschließend umgerührt werden.

Zu Fisch, Garnelen und Hähnchen passt eine mildere, zitronige Variante mit teilweise durch Zitronensaft ersetzt­em Essig und weniger Knoblauch. Für Ofenkartoffeln, Grillgemüse und Schweinefleisch eignet sich rotes Chimichurri mit geräuchertem Paprikapulver und mehr Chili. Zu Bohnen, Linsen und Kürbis passt eine kräuterbetonte Mischung mit Koriander, Minze oder frischem Oregano.

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Cindy Martin

Cindy Martin

Mein Name ist Cindy Martin und seit nunmehr 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen rund um die moderne Küche. Was mich an diesem Bereich so fasziniert, ist die Verbindung von Genuss, cleverer Technik und durchdachter Organisation. Ich liebe es, komplexe Zusammenhänge so zu erklären, dass sie für jeden verständlich werden, und zeige gerne Wege auf, wie man den Küchenalltag einfacher und angenehmer gestalten kann. Auf cookandlook.de teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, um Ihnen praktische Tipps, fundierte Einblicke und Inspiration für Ihre eigene Küche zu geben. Dabei lege ich großen Wert darauf, dass die Informationen stets aktuell, nachvollziehbar und hilfreich sind, damit Sie mit Freude und Erfolg am Herd stehen.

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