Remoulade selber machen in 10 Minuten - Rezept und Tipps

26. Juni 2026

Knuspriges Fischgericht mit einer cremigen Remoulade, perfekt zum Dippen. Ein einfaches Remoulade Rezept für den perfekten Genuss.

Inhaltsverzeichnis

Eine gute Remoulade muss nicht aus dem Kühlregal kommen. Mit Mayonnaise, knackigen Gewürzgurken, frischen Kräutern und wenigen gut abgestimmten Zutaten gelingt mir eine cremige, würzige Sauce in etwa 10 Minuten. Hier zeige ich mein bewährtes Remoulade-Rezept, passende Varianten, typische Fehler und die besten Beilagen.

Die wichtigsten Mengen und Handgriffe auf einen Blick

  • 200 g Mayonnaise bilden die cremige Basis.
  • Gewürzgurken, Kapern und Schalotte bringen Säure, Biss und Würze.
  • Die Sauce sollte mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen.
  • Zu Fisch, Kartoffeln und Roastbeef passt eine eher säuerliche Remoulade.
  • Selbst gemachte Remoulade mit rohem Ei am besten innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.

Garnelen auf einem türkisfarbenen Teller mit einer Schüssel cremiger Remoulade. Dieses Remoulade Rezept ist perfekt dazu!

Eine cremige Remoulade beginnt mit dem richtigen Grundverhältnis

Für vier bis sechs Portionen nehme ich eine Mayonnaise als Basis und ergänze sie mit fein gehackten, aromatischen Zutaten. Entscheidend ist, dass die Einlagen sehr klein geschnitten werden. Große Stücke machen die Sauce schnell wässrig und lassen sie eher wie einen Salat als wie einen Dip wirken.

Zutat Menge Funktion
Mayonnaise 200 g cremige Grundlage
Gewürzgurken 2 kleine Säure und knackiger Biss
Kapern 1 EL salzige, herzhafte Würze
Schalotte 1 kleine milde Schärfe
Schnittlauch und Petersilie je 1 EL Frische und Farbe
Senf 1 TL mehr Tiefe und leichte Schärfe
Zitronensaft 1 TL frischer Ausgleich

Zusätzlich verwende ich etwas Salz und schwarzen Pfeffer. Ein halber Teelöffel Gurkenwasser kann die Sauce abrunden, aber ich gebe es erst ganz am Ende dazu, weil Gewürzgurken und Kapern bereits viel Salz mitbringen.

Mayonnaise aus dem Glas oder selbst gemacht

Für den Alltag ist eine gute Mayonnaise aus dem Glas völlig in Ordnung. Ich bevorzuge eine Sorte ohne stark dominierende Süße, damit die Kräuter und Kapern noch erkennbar bleiben. Selbst gemachte Mayonnaise schmeckt feiner, verlangt aber mehr Aufmerksamkeit bei der Hygiene und sollte mit frischen oder pasteurisierten Eiern zubereitet werden.

So rühre ich die Sauce in zehn Minuten an

Zuerst hacke ich Gewürzgurken, Kapern und Schalotte möglichst fein. Die Gurken drücke ich leicht aus, denn überschüssige Flüssigkeit verdünnt die Remoulade und lässt sie nach einiger Zeit dünn werden.

  1. Mayonnaise in eine Schüssel geben.
  2. Gewürzgurken, Kapern und Schalotte fein hacken.
  3. Kräuter waschen, trocken tupfen und fein schneiden.
  4. Alle Einlagen mit Senf und Zitronensaft unter die Mayonnaise rühren.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die Sauce abdecken und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Die Ruhezeit ist kein überflüssiger Zwischenschritt. In dieser Zeit verbinden sich Säure, Kräuter und Kapern, und die Sauce schmeckt deutlich runder. Nach dem Durchziehen probiere ich sie noch einmal und korrigiere nur vorsichtig, weil sich die Würze im Kühlschrank verstärkt.

Mein wichtigster Handgriff ist das Abschmecken in kleinen Schritten. Ist die Remoulade zu schwer, hilft ein wenig Zitronensaft. Fehlt ihr Tiefe, bringt ein halber Teelöffel Senf mehr als zusätzliche Gewürze. Wird sie zu sauer, gleiche ich sie mit einem kleinen Löffel Mayonnaise aus.

Mit kleinen Änderungen entstehen ganz unterschiedliche Varianten

Die klassische Variante ist kräftig, kräuterbetont und passt besonders gut zu gebratenem oder paniertem Fisch. Für andere Gerichte verändere ich nicht das gesamte Rezept, sondern nur einzelne Bausteine. So bleibt die Grundsauce stabil und lässt sich schnell anpassen.

Variante Zusätzliche Zutaten Passt besonders gut zu
Leichte Remoulade 100 g Mayonnaise, 100 g Joghurt Ofenkartoffeln, Gemüse, Salate
Kräftige Fisch-Remoulade etwas mehr Kapern, Zitronenschale, Dill Backfisch, Fischbrötchen, Garnelen
Französisch inspirierte Variante Estragon, Kerbel, Cornichons Roastbeef und kaltes Fleisch
Vegane Remoulade vegane Mayonnaise oder Aquafaba-Mayonnaise Falafel, Gemüseburger, Pommes
Dänische Variante etwas Currypulver und ein wenig Aprikosenkonfitüre Hotdogs, Fisch und Sandwiches

Bei der leichten Version sollte der Joghurt nicht zu flüssig sein. Griechischer Joghurt oder stichfester Naturjoghurt hält die Konsistenz besser. Die dänische Variante wirkt durch Curry und Aprikose süßer und fruchtiger, deshalb würde ich sie nicht automatisch zu jedem Fischgericht servieren.

Eine vegane Version funktioniert erstaunlich gut, wenn die Mayonnaise selbst schon ausreichend würzig ist. Ich gebe dort meist etwas mehr Senf und Zitronensaft hinzu, weil die Sauce sonst flacher wirken kann als die Variante mit Ei.

Zu diesen Gerichten schmeckt Remoulade besonders gut

Der Klassiker ist paniertes Fischfilet mit Kartoffelsalat oder knusprigen Bratkartoffeln. Die kalte, säuerliche Sauce setzt einen klaren Kontrast zur warmen, fettigeren Panade. Für vier Personen rechne ich mit etwa 200 bis 250 g Remoulade, wenn sie als Beilage serviert wird.

  • Backfisch und Fischstäbchen profitieren von einer zitronigen, kräuterreichen Variante.
  • Fischbrötchen vertragen eine etwas festere Sauce mit fein gehackten Gurken.
  • Bratkartoffeln schmecken mit einer kräftigen Remoulade und zusätzlichem Schnittlauch besonders gut.
  • Roastbeef passt eher zu einer pikanten Version mit Estragon und Kapern.
  • Gemüse und Kartoffelspalten lassen sich mit der Joghurt- oder veganen Variante leichter kombinieren.

Für Sandwiches streiche ich die Remoulade dünn auf das Brot und kombiniere sie mit Salat, Gurke und einem knusprigen Element. Zu viel Sauce macht das Brot schnell weich. Hier reichen oft ein bis zwei Esslöffel pro Portion.

Diese Fehler machen die Sauce dünn oder unausgewogen

Zu viel Flüssigkeit

Gurkenwasser, Zitronensaft und Joghurt sollten sparsam eingesetzt werden. Ich gebe Flüssigkeit grundsätzlich teelöffelweise dazu und warte kurz, bevor ich nachwürze. Eine zu dünne Sauce lässt sich zwar mit Mayonnaise retten, verliert dabei aber schnell an Frische.

Zu grob geschnittene Einlagen

Große Gurken- oder Schalottenstücke verteilen sich schlecht und dominieren einzelne Bissen. Ein scharfes Messer ist hier hilfreicher als ein Mixer, denn beim Pürieren wird die Remoulade schnell breiig und verliert ihren angenehmen Biss.

Zu frühes Abschmecken

Direkt nach dem Verrühren schmeckt die Sauce oft noch unausgewogen. Kräuter und Kapern brauchen Zeit, um ihr Aroma abzugeben. Ich stelle sie deshalb mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank und würze erst danach endgültig.

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Unpassende Süße

Manche fertigen Mayonnaisen sind bereits stark gesüßt. In diesem Fall würde ich keine zusätzliche Süße verwenden. Nur bei einer dänischen Variante kann ein kleiner Klecks Aprikosenkonfitüre sinnvoll sein, weil er bewusst den süß-säuerlichen Charakter unterstützt.

So bleibt selbst gemachte Remoulade frisch

Die Sauce gehört nach dem Zubereiten sofort in den Kühlschrank und sollte möglichst bei unter 7 °C gelagert werden. Ich bewahre sie in einem sauberen, verschlossenen Glas auf und entnehme sie nur mit einem frischen Löffel.

Mit gekaufter Mayonnaise hält sich die Remoulade meist etwa zwei bis drei Tage, sofern sie durchgehend gekühlt wurde. Bei selbst gemachter Mayonnaise mit rohem Ei bin ich vorsichtiger und serviere sie am besten am selben Tag oder spätestens am Folgetag.

Ungewöhnlicher Geruch, Schimmel, Bläschen oder ein deutlich prickelnder Geschmack sind klare Warnzeichen. Dann sollte die Sauce nicht mehr probiert, sondern entsorgt werden. Eine längere Haltbarkeit lässt sich nicht zuverlässig durch mehr Zitronensaft oder Essig erzwingen.

Der letzte Geschmackstest entscheidet über die beste Remoulade

Vor dem Servieren prüfe ich drei Dinge. Die Sauce muss cremig vom Löffel fallen, die Kräuter sollen frisch riechen und die Säure darf den Geschmack beleben, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Genau dieser kurze Test macht aus einer einfachen Mayonnaise eine ausgewogene Remoulade.

Wer einmal das Grundverhältnis beherrscht, kann die Sauce leicht auf Fisch, Kartoffeln, Fleisch, Sandwiches oder Gemüse abstimmen. Für mich sind dabei nicht möglichst viele Zutaten entscheidend, sondern gute Mayonnaise, fein geschnittene Einlagen und ausreichend Ruhezeit.

Häufig gestellte Fragen

Die Basis bilden 200 g Mayonnaise, zwei kleine Gewürzgurken, 1 EL Kapern, eine kleine Schalotte, je 1 EL Schnittlauch und Petersilie, 1 TL Senf und 1 TL Zitronensaft. Salz, Pfeffer und bei Bedarf etwas Gurkenwasser kommen zum Abschmecken dazu.

Während der Ruhezeit verbinden sich Säure, Kräuter und Kapern besser miteinander. Dadurch schmeckt die Sauce runder. Erst danach sollte sie endgültig abgeschmeckt werden, weil sich die Würze im Kühlschrank verstärkt.

Gurken sollten vor dem Hacken leicht ausgedrückt werden, und Flüssigkeiten wie Gurkenwasser, Zitronensaft oder Joghurt sollten nur teelöffelweise hinzugefügt werden. Eine zu dünne Sauce lässt sich mit etwas Mayonnaise retten, verliert dadurch aber an Frische.

Remoulade mit gekaufter Mayonnaise hält sich bei durchgehender Kühlung meist zwei bis drei Tage. Selbst gemachte Mayonnaise mit rohem Ei sollte am selben Tag oder spätestens am Folgetag verbraucht werden. Die Sauce gehört sofort in den Kühlschrank und sollte bei unter 7 °C gelagert werden.

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Heidemarie Steffen

Heidemarie Steffen

Mein Name ist Heidemarie Steffen und seit 4 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen moderne Küche, Genuss, Technik und Organisation. Schon immer hat mich die Art und Weise fasziniert, wie wir in der Küche arbeiten, welche Werkzeuge uns dabei unterstützen und wie wir durch clevere Organisation mehr Freude am Kochen und Essen finden können. Auf cookandlook.de teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, um auch Ihnen dabei zu helfen, Ihre Küche zu einem Ort des Genusses und der Effizienz zu machen. Ich lege Wert darauf, komplexe technische Details verständlich zu erklären und aktuelle Trends aufzugreifen, damit Sie stets gut informierte Entscheidungen treffen können. Mein Ziel ist es, Ihnen nützliche und verlässliche Informationen zu liefern, die Sie direkt in Ihrem Kochalltag anwenden können.

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